
05.11.2026 ● JOBS.DE
Pflegefachkraft: Gehalt, Aufgaben und Ausbildung
Als Pflegefachkraft in der Krankenpflege verdienst du in Vollzeit in der Mitte 4.587 Euro brutto im Monat, in der Altenpflege 4.438 Euro (Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit). Bei kommunalen Arbeitgebern regelt der TVöD dein Grundgehalt: in der Entgeltgruppe P 7 sind es 3.510 Euro zum Start und 4.305 Euro nach 15 Jahren, dazu kommen Zulagen. Netto bleiben vom Tabellenentgelt in Steuerklasse I rund 2.340 bis 2.770 Euro.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Mittleres Bruttogehalt in Vollzeit, Krankenpflege: 4.587 Euro im Monat, in München 4.994 Euro, in Sachsen 4.290 Euro (BA-Entgeltatlas).
- Tarif bei Kommunen (TVöD P 7, seit 1. Mai 2026): 3.510 Euro in der Einstiegsstufe (Stufe 2), nach drei Jahren 3.701 Euro, nach 15 Jahren 4.305 Euro, plus 141,82 Euro Pflegezulage.
- Netto bleiben in Steuerklasse I knapp zwei Drittel, beim mittleren Gehalt von 4.587 Euro etwa 2.917 Euro (eigene Rechnung).
- In der Altenpflege gilt seit 1. Juli 2026 ein Mindestlohn von 21,03 Euro pro Stunde für Pflegefachkräfte.
- Die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann dauert drei Jahre und ist bezahlt, im öffentlichen Dienst mit 1.491 bis 1.653 Euro im Monat.
Was verdient eine Pflegefachkraft?
Die Hälfte der Pflegefachkräfte in der Krankenpflege verdient in Vollzeit mehr als 4.587 Euro brutto im Monat, die andere Hälfte weniger. Das ist der Median aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit für den Beruf Krankenschwester und Krankenpfleger, zu dem auch Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner mit Schwerpunkt Krankenpflege zählen. In der Altenpflege liegt der Median bei 4.438 Euro.
| Wert (Vollzeit, brutto im Monat) | Krankenpflege | Altenpflege |
|---|---|---|
| Unteres Viertel verdient weniger als | 4.111 Euro | 3.983 Euro |
| Mitte (Median) | 4.587 Euro | 4.438 Euro |
| Oberes Viertel verdient mehr als | 5.116 Euro | 4.886 Euro |
Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Fachkräfte der Gesundheits- und Krankenpflege und der Altenpflege, Datenstand 2025, abgerufen am 05.11.2026. In der Krankenpflege verdienen Frauen im Mittel 4.534 Euro, Männer 4.763 Euro. Wer unter 25 ist, liegt bei 4.288 Euro, ab 55 Jahren bei 4.931 Euro. Alle Werte gelten für Vollzeit, mehr als die Hälfte der Beschäftigten in der Pflege arbeitet aber in Teilzeit und verdient entsprechend weniger (IAB).
Warum liegt der Median über der Tariftabelle? Die Endstufe in P 7 liegt bei 4.305 Euro, der Median bei 4.587 Euro. Zum Tabellenentgelt kommen im TVöD feste Zulagen: 141,82 Euro Pflegezulage, im Krankenhaus 25 Euro Krankenhauszulage und im Schichtdienst 100 Euro Schichtzulage oder 250 Euro Wechselschichtzulage im Monat (Klinikum Braunschweig, Entgelttransparenz 2026). Die BA zählt außerdem Jahressonderzahlung, bezahlte Überstunden und steuerpflichtige Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit mit (Methodik laut IAB). Beispiel: P 7 Stufe 4 mit Pflege-, Krankenhaus- und Schichtzulage und der auf zwölf Monate verteilten Jahressonderzahlung von 85 Prozent ergibt rund 4.550 Euro im Monat (eigene Rechnung). Der Median umfasst zudem alle Arbeitgeber und alle Entgeltgruppen, nicht nur P 7.
Gehalt nach Tarif: TVöD P 7 bis P 9
Nach TVöD verdienst du in P 7 zwischen 3.510 und 4.305 Euro brutto im Monat, in P 8 und P 9 mehr. Der TVöD mit seiner Pflegetabelle (P-Tabelle) gilt in der Regel in kommunalen Krankenhäusern und Pflegeheimen. Pflegefachkräfte mit mindestens dreijähriger Ausbildung und entsprechender Tätigkeit kommen in die Entgeltgruppe P 7, so steht es in der Entgeltordnung der kommunalen Arbeitgeber (zitiert vom Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 17.03.2021, 4 AZR 327/20).
| Stufe in P 7 | erreicht nach | Brutto im Monat | Netto (Steuerklasse I) |
|---|---|---|---|
| Stufe 2 (Start der Tabelle) | Einstieg | 3.510,30 Euro | rund 2.339 Euro |
| Stufe 3 | 3 Jahren | 3.701,21 Euro | rund 2.444 Euro |
| Stufe 4 | 6 Jahren | 3.998,33 Euro | rund 2.605 Euro |
| Stufe 5 | 10 Jahren | 4.149,59 Euro | rund 2.686 Euro |
| Stufe 6 | 15 Jahren | 4.305,40 Euro | rund 2.769 Euro |
Quelle: Entgelttabelle TVöD-P, gültig ab 01.05.2026 (Stadt Stuttgart; Klinikum Braunschweig, Entgelttransparenz, Stand 02.06.2026). Jahre gezählt ab Stufe 2: In P 7 und P 8 kommt Stufe 3 erst nach drei Jahren, danach folgen drei, vier und fünf Jahre bis zur nächsten Stufe. Ab Stufe 3 kann der Arbeitgeber bei besonders guter oder schlechter Leistung verkürzen oder verlängern. Netto: eigene Rechnung ohne Zulagen, Annahmen im nächsten Abschnitt. Zur Tabelle kommen in jeder Stufe 141,82 Euro Pflegezulage, im Krankenhaus weitere 25 Euro.
P 8 und P 9: Mehr gibt es mit Zusatzaufgaben. P 8 reicht von 3.701,21 bis 4.488,98 Euro, P 9 von 3.992,39 bis 4.662,42 Euro. In P 8 kommen zum Beispiel Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter mit berufspädagogischer Zusatzqualifikation, wenn die Anleitung mindestens die Hälfte ihrer Arbeit ausmacht (BAG, 4 AZR 327/20). Das Klinikum Braunschweig nennt als Beispiele für P 8 einen spezialisierten Funktionsbereich ohne Fachweiterbildung und für P 9 die Fachweiterbildung Intensiv- und Anästhesiepflege mit überwiegender Arbeit auf der Intensivstation.
Beim Wechsel: Auch ohne Berufserfahrung startest du in P 7 in Stufe 2, mit mindestens drei Jahren einschlägiger Erfahrung in der Regel in Stufe 3. Der Arbeitgeber darf frühere Tätigkeiten anrechnen und, wenn er Fachkräfte gewinnen oder halten will, ein bis zu zwei Stufen höheres Entgelt zahlen. Frag danach, bevor du unterschreibst.
Unikliniken zahlen nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) oder eigenen Tarifverträgen, kirchliche Träger nach eigenen Arbeitsvertragsrichtlinien (etwa AVR der Caritas oder Diakonie), private Träger nach Haustarif oder ohne Tarif. Prüfe die Tabelle deines Trägers. Aktuelle Stellen findest du unter Jobs als Pflegefachkraft.
Was bleibt netto?
Von 4.587 Euro brutto bleiben rund 2.917 Euro netto, das sind knapp 64 Prozent. Beim Tarifeinstieg mit 3.510 Euro sind es rund 2.339 Euro.
Annahmen der Rechnung: Steuerklasse I, ledig, kinderlos, keine Kirchensteuer, gesetzlich versichert mit 2,9 Prozent Zusatzbeitrag, Lohnsteuer 2026 nach § 32a EStG. Im öffentlichen Dienst zahlst du zusätzlich einen Arbeitnehmeranteil zur Zusatzversorgung (Betriebsrente), der je nach Kasse unterschiedlich hoch ist und hier fehlt. Steuerfreie Anteile von Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschlägen erhöhen dein Netto dagegen, sie sind ebenfalls nicht eingerechnet.
Gehalt nach Stadt und Bundesland
In Baden-Württemberg verdienen Pflegefachkräfte der Krankenpflege im Mittel 4.784 Euro, in Sachsen 4.290 Euro, also fast 500 Euro weniger. Die höchsten Werte unter den großen Städten hat München.
| Stadt (ab 500.000 Einwohnern) | Median brutto | Jobs |
|---|---|---|
| München | 4.994 Euro | Pflegefachkraft Jobs München |
| Stuttgart | 4.922 Euro | |
| Köln | 4.847 Euro | Pflegefachkraft Jobs Köln |
| Frankfurt am Main | 4.842 Euro | |
| Essen | 4.711 Euro | |
| Düsseldorf | 4.658 Euro | |
| Berlin (Land) | 4.655 Euro | Pflegefachkraft Jobs Berlin |
| Hannover | 4.619 Euro | |
| Hamburg (Land) | 4.615 Euro | Pflegefachkraft Jobs Hamburg |
| Dortmund | 4.609 Euro | |
| Nürnberg | 4.520 Euro | |
| Leipzig | 4.445 Euro | |
| Dresden | 4.369 Euro |
Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Datenstand 2025. Berlin und Hamburg sind dort als Bundesländer ausgewiesen.
Die Bundesländer im Überblick: Baden-Württemberg 4.784, Saarland 4.768, Bremen 4.708, Hessen 4.667, Bayern 4.632, Nordrhein-Westfalen 4.600, Rheinland-Pfalz 4.599, Schleswig-Holstein 4.577, Niedersachsen 4.534, Thüringen 4.380, Brandenburg 4.362, Sachsen-Anhalt 4.347, Mecklenburg-Vorpommern 4.318 und Sachsen 4.290 Euro.
Krankenhaus, Pflegeheim oder ambulant: Wo verdienst du mehr?
Im Krankenhaus verdienen Pflegefachkräfte am meisten. Ende 2024 lag der Median für Fachkräfte der Krankenpflege dort bei 4.412 Euro, in der ambulanten Pflege bei 4.108 Euro und in Pflegeheimen bei 4.035 Euro (IAB, Entgelte von Pflegekräften 2024). Diese Werte beziehen sich auf Ende 2024 und lassen sich nicht direkt mit dem Entgeltatlas vergleichen.
Der Abstand ist geschrumpft: Zwischen Krankenhaus und ambulanter Pflege lag er für Fachkräfte der Krankenpflege bis 2019 bei über 900 Euro, Ende 2024 bei gut 300 Euro (IAB). Seit September 2022 müssen Pflegeheime und ambulante Dienste mindestens nach Tarif oder in Höhe des regional üblichen Tarifniveaus zahlen, sonst bekommen sie keinen Versorgungsvertrag mit der Pflegekasse (§§ 72, 82c SGB XI).
Darunter gilt in der Altenpflege und der ambulanten Pflege ein eigener Mindestlohn. Seit 1. Juli 2026 sind es für Pflegefachkräfte 21,03 Euro pro Stunde, ab 1. Juli 2027 dann 21,58 Euro. Bei 38,5 Stunden pro Woche entspricht der aktuelle Wert rund 3.509 Euro brutto im Monat. Dazu kommen bei einer 5-Tage-Woche neun Tage Urlaub über den gesetzlichen Anspruch hinaus (Bundesregierung, 7. Pflegearbeitsbedingungenverordnung).
Was macht eine Pflegefachkraft?
Pflegefachkräfte planen und steuern die Pflege und sind dafür verantwortlich, dass sie wirkt. Drei Aufgaben sind ihnen per Gesetz vorbehalten, Personen ohne Erlaubnis als Pflegefachkraft dürfen sie nicht übernehmen (§ 4 Pflegeberufegesetz):
- den Pflegebedarf eines Menschen feststellen und die Pflege planen,
- den Pflegeprozess organisieren und steuern,
- die Qualität der Pflege prüfen, sichern und weiterentwickeln.
Im Alltag heißt das: Du dokumentierst, verabreichst Medikamente und versorgst Wunden nach ärztlicher Anordnung, berätst Patientinnen, Patienten und Angehörige, leitest Pflegehelferinnen und Auszubildende an und handelst im Notfall, bis die Ärztin oder der Arzt da ist (Ausbildungsziele nach § 5 Pflegeberufegesetz). Seit Anfang 2026 dürfen Pflegefachpersonen zudem eigenständig Aufgaben übernehmen, die bisher Ärztinnen und Ärzten vorbehalten waren, im Rahmen ihrer staatlich geprüften oder anerkannten Kompetenzen (§ 4a Pflegeberufegesetz, Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege).
Arbeitsorte sind Krankenhäuser, Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Reha-Kliniken und Hospize. In Krankenhäusern und Pflegeheimen gehören Schichtdienst, Wochenenden und Feiertage in der Regel dazu.
Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann
Die Ausbildung dauert in Vollzeit drei Jahre, in Teilzeit höchstens fünf Jahre (§ 6 Pflegeberufegesetz). Sie bereitet auf Krankenhaus, Altenpflege und Kinderkrankenpflege zugleich vor, der praktische Teil überwiegt. Nach dem zweiten Drittel gibt es eine Zwischenprüfung, am Ende die staatliche Prüfung.
Voraussetzungen (§ 11 Pflegeberufegesetz): mittlerer Schulabschluss, oder Hauptschulabschluss plus eine mindestens zweijährige Berufsausbildung oder eine mindestens einjährige Ausbildung in der Pflegehilfe oder Pflegeassistenz, oder eine abgeschlossene zehnjährige Schulbildung.
Ausbildungsvergütung im öffentlichen Dienst (TVAöD Pflege, seit 01.05.2026):
| Ausbildungsjahr | Brutto im Monat |
|---|---|
| 1. Jahr | 1.490,69 Euro |
| 2. Jahr | 1.552,07 Euro |
| 3. Jahr | 1.653,38 Euro |
Nach bestandener Prüfung gibt es 400 Euro Abschlussprämie. Andere Träger zahlen nach eigenem Tarif, AVR oder Vertrag, eine angemessene Vergütung ist aber Pflicht (§ 19 Pflegeberufegesetz). Schulgeld darf die Pflegeschule nicht verlangen, eine solche Vereinbarung ist nichtig (§ 24 Abs. 3 Pflegeberufegesetz).
2025 haben 63.900 Menschen eine Pflegeausbildung begonnen, 8 Prozent mehr als im Vorjahr und der dritte Anstieg in Folge (Statistisches Bundesamt, 02.07.2026). Wer studieren will, kann den Abschluss auch über ein Pflegestudium erwerben. Mehr zu Berufen mit vielen freien Ausbildungsplätzen steht in unserem Überblick Ausbildungsberufe mit Zukunft. Offene Stellen: Ausbildung in der Pflege.
So steigt dein Gehalt
- Stufe beim Wechsel verhandeln: Der Arbeitgeber darf bis zu zwei Stufen höheres Entgelt zahlen, wenn er Fachkräfte braucht. In P 7 liegen zwischen Stufe 2 und Stufe 4 rund 488 Euro im Monat.
- Praxisanleitung übernehmen: Mit berufspädagogischer Zusatzqualifikation kommst du in P 8, wenn die Anleitung mindestens die Hälfte deiner Arbeit ausmacht.
- Fachweiterbildung machen: Mit der Fachweiterbildung Intensiv- und Anästhesiepflege und überwiegender Arbeit auf der Intensivstation nennt das Klinikum Braunschweig P 9 als Beispiel, in der Endstufe sind das 4.662 Euro.
- Arbeitsort prüfen: Zwischen Sachsen und Baden-Württemberg liegen im Mittel rund 500 Euro (Entgeltatlas 2025), zwischen Pflegeheim und Krankenhaus rund 380 Euro (IAB, Ende 2024).
- Schichtdienst: Wechselschicht bringt im TVöD 250 Euro Zulage im Monat, dazu Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsdienste, die teilweise steuerfrei sind.
Im öffentlichen Dienst kommt zur Monatszahlung die Jahressonderzahlung im November dazu, mehr dazu im Artikel Weihnachtsgeld.
Fazit
Vergleiche bei einem Angebot nicht nur das Tabellenentgelt, sondern Stufe, Zulagen und Schichtmodell zusammen: Zwischen P 7 Stufe 2 ohne Schicht und Stufe 4 mit Wechselschicht liegen bei den Kommunen rund 740 Euro brutto im Monat.
Häufige Fragen zum Gehalt als Pflegefachkraft
Wie viel verdient man als Pflegefachkraft netto?
Beim mittleren Bruttogehalt in der Krankenpflege von 4.587 Euro bleiben in Steuerklasse I, ledig und kinderlos rund 2.917 Euro netto. Vom Tabellenentgelt nach TVöD P 7 sind es zwischen rund 2.339 Euro (Stufe 2) und 2.769 Euro (Stufe 6). Zusatzversorgung und steuerfreie Zuschläge verändern den Betrag.
Ist Pflegefachkraft ein gut bezahlter Beruf?
Gemessen an anderen Berufen mit Ausbildung ja. Ende 2024 verdienten Fachkräfte der Krankenpflege im Median 4.329 Euro, der Median aller Fachkraftberufe lag bei 3.720 Euro (IAB). Im Entgeltatlas 2025 liegt die Krankenpflege bei 4.587 Euro. Dafür gehören Schichtdienst und Wochenendarbeit in Kliniken und Heimen in der Regel dazu.
Wie hoch ist der Mindestlohn in der Pflege 2026?
Seit 1. Juli 2026 gelten in der Altenpflege 21,03 Euro pro Stunde für Pflegefachkräfte, 17,80 Euro für qualifizierte Pflegehilfskräfte und 16,52 Euro für Pflegehilfskräfte. Ab 1. Juli 2027 steigen die Werte auf 21,58, 18,26 und 16,95 Euro.
Was ist ein guter Stundenlohn in der Pflege?
In der Krankenpflege entspricht der Median von 4.587 Euro bei 38,5 Wochenstunden wie im TVöD rund 27,49 Euro pro Stunde, das untere Viertel liegt unter 24,64 Euro, das obere über 30,67 Euro. Untergrenze in der Altenpflege sind 21,03 Euro. Mehr zum Vergleich mit anderen Berufen: Stundenlohn in Deutschland.
Ist eine Pflegefachkraft dasselbe wie eine Krankenschwester?
Fast. "Pflegefachfrau" und "Pflegefachmann" sind seit 2020 die Berufsbezeichnungen nach der neuen, gemeinsamen Ausbildung. Wer früher drei Jahre Gesundheits- und Krankenpflege oder Altenpflege gelernt hat, gilt ebenfalls als Pflegefachkraft und fällt im TVöD unter dieselbe Entgeltgruppe P 7. "Krankenschwester" war die Berufsbezeichnung bis 2003, danach hieß es Gesundheits- und Krankenpflegerin. Im Alltag sagen viele auch "examinierte Pflegefachkraft", gemeint ist der staatliche Abschluss.
Quellen
- Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Beruf Krankenschwester/-pfleger (Berufsgattung 81302) und Fachkräfte Altenpflege (Berufsgattung 82102), Datenstand 2025, abgerufen 05.11.2026
- IAB, Carstensen, Seibert, Wiethölter: Entgelte von Pflegekräften 2024, 20.08.2025
- Entgelttabelle TVöD-P 2026, Stadt Stuttgart
- Klinikum Braunschweig, Entgelttransparenz (Stufenlaufzeiten, Zulagen, Eingruppierungsbeispiele), Stand 02.06.2026
- Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 17.03.2021, 4 AZR 327/20 (Eingruppierung P 7 und P 8)
- TVAöD Besonderer Teil Pflege, Entgelttabelle ab 01.05.2026
- Pflegeberufegesetz (§§ 4, 4a, 5, 6, 11, 19, 24)
- Sozialgesetzbuch XI, §§ 72 und 82c (Tarifpflicht in der Langzeitpflege)
- Bundesregierung, Mindestlohn in der Altenpflege, 01.07.2026
- Bundesministerium für Gesundheit, Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege
- Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 231 vom 02.07.2026
- § 32a EStG (Lohnsteuer 2026, Netto-Rechnung)
Alle Angaben ohne Gewähr, Stand 05.11.2026. Für deinen Einzelfall gelten dein Arbeitsvertrag und der Tarifvertrag deines Arbeitgebers.








