
02.11.2026 ● JOBS.DE
Stundenlohn in Deutschland: Durchschnitt, Median und Mindestlohn 2027
Beschäftigte in Deutschland verdienten im April 2025 im Durchschnitt 26,76 Euro brutto pro Stunde. Die Mitte lag niedriger: Der Median betrug 21,48 Euro, die eine Hälfte verdiente mehr, die andere weniger. Das sind die neuesten Werte der Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts. Die Untergrenze steigt am 1. Januar 2027: Dann gilt ein Mindestlohn von 14,60 Euro pro Stunde.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Durchschnittlicher Stundenlohn im April 2025: 26,76 Euro brutto ohne Sonderzahlungen, in Vollzeit 28,19 Euro (Destatis).
- Der Median von 21,48 Euro beschreibt den typischen Stundenlohn besser, weil hohe Verdienste den Durchschnitt nach oben ziehen.
- Die unteren 10 % verdienten höchstens 13,46 Euro, die oberen 10 % mindestens 39,65 Euro pro Stunde.
- Am meisten zahlen Finanz- und Versicherungsdienstleister (37,44 Euro in Vollzeit), am wenigsten Gastgewerbe und Landwirtschaft (unter 19 Euro).
- Mindestlohn: 13,90 Euro seit 1. Januar 2026, 14,60 Euro ab 1. Januar 2027. In Vollzeit mit 40 Stunden sind das rund 2.531 Euro brutto im Monat.
Wie hoch ist der durchschnittliche Stundenlohn in Deutschland?
Der durchschnittliche Bruttostundenlohn lag im April 2025 bei 26,76 Euro. Darin stecken alle Beschäftigten außer Auszubildenden, also auch Teilzeit, Minijobs und Zeitarbeit, Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld sind nicht eingerechnet. Wer nur Vollzeitbeschäftigte betrachtet, kommt auf 28,19 Euro pro Stunde bei 39,1 bezahlten Wochenstunden, das entspricht im Schnitt 4.784 Euro brutto im Monat.
Wie viel du pro Stunde verdienst, hängt stark von Beschäftigungsform, Geschlecht und Region ab:
| Gruppe (April 2025) | Euro brutto pro Stunde |
|---|---|
| Alle Beschäftigten (ohne Auszubildende) | 26,76 |
| Vollzeit | 28,19 |
| Teilzeit | 23,55 |
| Unbefristet, über 20 Wochenstunden, keine Zeitarbeit (Normalarbeitsverhältnis) | 28,08 |
| Befristet beschäftigt | 21,25 |
| Zeitarbeit | 21,16 |
| Teilzeit bis 20 Wochenstunden | 20,45 |
| Minijob (geringfügig beschäftigt) | 14,81 |
| Männer | 28,45 |
| Frauen | 24,50 |
| Westdeutschland inklusive Berlin | 27,33 |
| Ostdeutschland (ohne Berlin) | 23,09 |
Quellen: Destatis, Indikator "Durchschnittliche Bruttostundenverdienste" (Stand 23.07.2026) und Tabelle "Durchschnittliche Bruttoverdienste und Arbeitszeiten, April 2025" (Vollzeit und Teilzeit, Stand 09.01.2026). Alle Werte ohne Sonderzahlungen.
Zwischen Ost und West liegen 4,24 Euro pro Stunde. Bei Vollzeitbeschäftigten über das ganze Jahr 2025 gerechnet, mit Sonderzahlungen, lag der Median des Bruttojahresverdienstes im Osten (ohne Berlin) bei 46.013 Euro und im Westen bei 55.435 Euro (Destatis, Pressemitteilung vom 01.04.2026).
Durchschnitt oder Median: Welcher Wert ist normal?
Normal ist eher der Median von 21,48 Euro. Er teilt alle Beschäftigungsverhältnisse in zwei gleich große Hälften. Der Durchschnitt von 26,76 Euro liegt gut 5 Euro höher, weil wenige sehr hohe Verdienste ihn nach oben ziehen. Bei den Monatsgehältern in Vollzeit verdient laut Destatis nur rund ein Drittel der Beschäftigten mehr als den Durchschnitt.
Wie weit die Stundenlöhne auseinanderliegen, zeigen die Dezile (Destatis, April 2025, ohne Auszubildende):
- Untere 10 %: höchstens 13,46 Euro pro Stunde
- Mitte (Median): 21,48 Euro
- Obere 10 %: ab 39,65 Euro
Die Grenze zu den oberen 10 % lag damit beim 2,95-Fachen der Grenze zu den unteren 10 %. Von April 2024 bis April 2025 stieg der Median um 3,9 %, die Grenze zu den oberen 10 % nur um 1,5 %.
Was ist ein guter Stundenlohn?
Ein Stundenlohn über 21,48 Euro lag im April 2025 über der Mitte, über 26,76 Euro über dem Durchschnitt und ab 39,65 Euro bei den bestbezahlten 10 %. Unter 14,32 Euro beginnt der Niedriglohnbereich: So nennt Destatis Stundenlöhne unter zwei Dritteln des Medians. Die Tabelle zeigt, wo typische Stundenlöhne liegen und was sie in Vollzeit im Monat bedeuten.
| Stundenlohn brutto | Monatsbrutto bei 40 Stunden pro Woche | Einordnung (Verteilung April 2025) |
|---|---|---|
| 14,60 Euro | 2.531 Euro | Mindestlohn ab 2027 |
| 16 Euro | 2.773 Euro | untere Hälfte, über der Niedriglohnschwelle von 14,32 Euro |
| 18 Euro | 3.120 Euro | untere Hälfte |
| 20 Euro | 3.467 Euro | untere Hälfte, 1,48 Euro unter dem Median |
| 21 Euro | 3.640 Euro | knapp unter dem Median (21,48 Euro) |
| 22 Euro | 3.813 Euro | knapp über dem Median |
| 25 Euro | 4.333 Euro | obere Hälfte, unter dem Durchschnitt (26,76 Euro) |
| 30 Euro | 5.200 Euro | über dem Durchschnitt |
| 40 Euro | 6.933 Euro | obere 10 % (ab 39,65 Euro) |
So ist gerechnet: Stundenlohn x 40 Stunden x 52 Wochen / 12 Monate. Mit der durchschnittlichen bezahlten Vollzeit von 39,1 Stunden fällt das Monatsbrutto rund 2 % niedriger aus. Einordnung nach Destatis-Dezilen und Niedriglohnschwelle für April 2025.
Ist 21 Euro ein guter Stundenlohn? 21 Euro lagen im April 2025 fast genau in der Mitte, knapp 50 Cent unter dem Median. In Vollzeit sind das rund 3.640 Euro brutto im Monat. Steigen die Löhne weiter wie von April 2024 bis April 2025 (Median plus 3,9 %), rutscht derselbe Betrag in der Verteilung etwas nach unten.
Ob dein Stundenlohn gut ist, hängt zusätzlich von Branche, Region und Qualifikation ab. 22 Euro sind im Gastgewerbe weit über dem Schnitt (18,77 Euro in Vollzeit), in der IT-Branche deutlich darunter (36,11 Euro). Den Vergleich nach Branche zeigt der nächste Abschnitt.
Höchster Stundenlohn: In welchen Branchen am meisten verdient wird
Den höchsten durchschnittlichen Stundenlohn zahlten im April 2025 Finanz- und Versicherungsdienstleister mit 37,44 Euro in Vollzeit, den niedrigsten Land- und Forstwirtschaft mit 17,80 Euro.
| Branche (Vollzeit, April 2025) | Euro pro Stunde | Euro im Monat (laut Destatis) | Jobs |
|---|---|---|---|
| Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | 37,44 | 6.279 | |
| Information und Kommunikation | 36,11 | 6.141 | IT-Jobs |
| Energieversorgung | 35,66 | 5.966 | |
| Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen | 34,76 | 5.886 | |
| Erziehung und Unterricht | 30,78 | 5.282 | |
| Verarbeitendes Gewerbe | 29,60 | 4.913 | |
| Gesundheits- und Sozialwesen | 28,59 | 4.794 | Pflege-Jobs |
| Handel, Kfz-Instandhaltung | 25,87 | 4.402 | |
| Baugewerbe | 24,19 | 4.213 | Handwerk-Jobs |
| Verkehr und Lagerei | 22,53 | 3.935 | Logistik-Jobs |
| Gastgewerbe | 18,77 | 3.185 | |
| Land- und Forstwirtschaft, Fischerei | 17,80 | 3.172 |
Quelle: Destatis, Durchschnittliche Bruttoverdienste und Arbeitszeiten, April 2025, ohne Sonderzahlungen (Stand 09.01.2026). Monatswerte bei der tatsächlich bezahlten Wochenarbeitszeit der Branche (38,2 bis 41,0 Stunden), nicht bei 40 Stunden wie in der Tabelle oben.
Ein Branchenwert ist ein Durchschnitt über alle Tätigkeiten der Branche. In der IT-Branche zählen auch Beschäftigte in Verwaltung oder Vertrieb mit, im Gesundheitswesen Ärztinnen und Ärzte ebenso wie Pflegehilfskräfte. Für deinen Beruf zählt deshalb eher der Vergleich weiter unten.
Am anderen Ende: Im Gastgewerbe lag gut die Hälfte aller Jobs (51 %) unter der Niedriglohnschwelle, in der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft 45 %, in der öffentlichen Verwaltung nur 2 % (Destatis, Pressemitteilung vom 05.12.2025).
Welche Ausbildungs- und Studienberufe besonders gut bezahlt sind, zeigt der Artikel Die bestbezahlten Studien- und Ausbildungsberufe. Berufe mit rund 50.000 Euro im Jahr findest du unter 10 Jobs mit einem Jahresgehalt von 50.000 Euro.
Mindestlohn 2027: 14,60 Euro pro Stunde
Ab dem 1. Januar 2027 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 14,60 Euro brutto pro Stunde, seit dem 1. Januar 2026 sind es 13,90 Euro. Beide Stufen sind in der Fünften Mindestlohnanpassungsverordnung bereits festgelegt (§ 1 MiLoV5, verkündet im November 2025).
| 2026 | ab 2027 | |
|---|---|---|
| Mindestlohn pro Stunde | 13,90 Euro | 14,60 Euro |
| Monatsbrutto bei 40 Stunden pro Woche | 2.409 Euro | 2.531 Euro |
| Minijob-Grenze pro Monat | 603 Euro | 633 Euro |
| Minijob-Stunden zum Mindestlohn | rund 43 | rund 43 |
Quellen: § 1 MiLoV5; Minijob-Zentrale (07.10.2026); Monatsbrutto eigene Rechnung (x 40 x 52 / 12).
Das Plus von 70 Cent entspricht 5,0 %. In Vollzeit mit 40 Wochenstunden sind das rund 121 Euro brutto mehr im Monat. Was die neue Minijob-Grenze für einen Nebenjob bedeutet, steht im Artikel Steuern beim Zweitjob: Steuerklasse 6 oder Minijob?. Aktuelle Angebote: Minijobs auf JOBS.DE.
Wer den Mindestlohn nicht bekommt (§ 22 MiLoG):
- Auszubildende. Für duale Ausbildungen nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung gilt stattdessen die Mindestausbildungsvergütung: 764 Euro im ersten Jahr bei Ausbildungsbeginn 2027 (BIBB, 07.10.2026). Tarifgebundene Betriebe dürfen nach ihrem Tarifvertrag darunter liegen.
- Jugendliche unter 18 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung.
- Praktikantinnen und Praktikanten im Pflichtpraktikum, in einem Orientierungspraktikum vor Ausbildung oder Studium bis zu drei Monaten, in einem Praktikum bis zu drei Monaten begleitend zu Ausbildung oder Studium (nur wenn es beim selben Betrieb vorher kein solches Praktikum gab) sowie in einer Einstiegsqualifizierung oder Berufsausbildungsvorbereitung.
- Ehrenamtlich Tätige.
- Wer unmittelbar vor der Beschäftigung langzeitarbeitslos war (ein Jahr oder länger, § 18 SGB III), in den ersten sechs Monaten der neuen Beschäftigung.
Zum Vergleich mit der Verteilung oben: 14,60 Euro liegen über der Niedriglohnschwelle von April 2025 (14,32 Euro). Die Schwelle steigt aber mit den Löhnen, für 2027 ist sie noch nicht berechnet.
So ordnest du deinen eigenen Stundenlohn ein
Rechne zuerst deinen Stundenlohn aus, vergleiche ihn dann mit dem Median und mit deiner Branche.
- Stundenlohn ausrechnen: Monatsbrutto geteilt durch (Wochenstunden x 52 / 12, also rund 4,33). Beispiel: 3.000 Euro bei 40 Stunden ergeben 3.000 / 173,3 = 17,31 Euro pro Stunde. Nimm das Grundgehalt ohne Weihnachts- und Urlaubsgeld, sonst passt der Vergleich mit den Destatis-Werten nicht.
- Mit der Mitte vergleichen: Liegst du über 21,48 Euro, verdienst du pro Stunde mehr als in der Hälfte aller Jobs (Stand April 2025).
- Mit Branche und Beruf vergleichen: Die Tabelle oben zeigt die Branche. Für deinen Beruf, dein Bundesland, dein Alter und deine Betriebszugehörigkeit schätzt der kostenlose Gehaltsvergleich des Statistischen Bundesamts ein durchschnittliches Bruttomonatsgehalt in Vollzeit, ohne Sonderzahlungen.
- Mit Stellenangeboten vergleichen: Such in aktuellen Vollzeitjobs deines Berufsfelds Anzeigen mit Gehaltsangabe und rechne sie mit der Formel aus Schritt 1 in Stundenlöhne um. Zwei oder drei solche Werte sind in der Gehaltsverhandlung ein besserer Beleg als ein Bundesdurchschnitt. Weitere Tipps zu Gehalt und Arbeitsalltag findest du in der Rubrik Karriere & Arbeitswelt.
Fazit
Liegst du unter 21,48 Euro, lohnt der Blick auf deine Branche: Im Gastgewerbe sind schon 20 Euro mehr als der Vollzeit-Durchschnitt, in Finanzen, IT und Energie liegt der Durchschnitt über 35 Euro. Bekommst du ab Januar 2027 weniger als 14,60 Euro und fällst unter keine Ausnahme aus § 22 MiLoG, hast du Anspruch auf den Mindestlohn.
Häufige Fragen zum Stundenlohn
Ist 20 Euro ein guter Stundenlohn?
20 Euro lagen im April 2025 in der unteren Hälfte, 1,48 Euro unter dem Median von 21,48 Euro. In Vollzeit mit 40 Stunden sind das rund 3.467 Euro brutto im Monat, deutlich über dem Mindestlohn 2027 (rund 2.531 Euro).
Ist 25 Euro Stundenlohn gut?
Ja, 25 Euro lagen über der Mitte (21,48 Euro), aber noch unter dem Durchschnitt von 26,76 Euro. In Vollzeit entspricht das rund 4.333 Euro brutto im Monat.
Wer verdient 40 Euro pro Stunde?
Ab 39,65 Euro pro Stunde gehörte man im April 2025 zu den bestbezahlten 10 % der Beschäftigten. Im Branchenschnitt erreicht keine Branche 40 Euro, am nächsten kommen Finanz- und Versicherungsdienstleister (37,44 Euro), Information und Kommunikation (36,11 Euro) und Energieversorgung (35,66 Euro).
Wie viel sind 14,60 Euro Mindestlohn im Monat?
Bei 40 Wochenstunden rund 2.531 Euro brutto, bei 38 Stunden rund 2.404 Euro, bei 20 Stunden rund 1.265 Euro. Gerechnet ist Stundenlohn x Wochenstunden x 52 / 12.
Wie hoch ist das Durchschnittsgehalt in Deutschland?
Vollzeitbeschäftigte verdienten im April 2025 im Schnitt 4.784 Euro brutto im Monat ohne Sonderzahlungen. Über das ganze Jahr 2025 lag der mittlere Bruttojahresverdienst in Vollzeit inklusive Sonderzahlungen bei 54.066 Euro (Median), der Durchschnitt bei 64.441 Euro (Destatis).
Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung. Stand: 02.11.2026. Alle Verdienstwerte sind Bruttowerte aus der Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts.
Quellen
- Statistisches Bundesamt (Destatis): Durchschnittliche Bruttostundenverdienste von Beschäftigungsverhältnissen, Verdiensterhebung April 2025, Stand 23.07.2026
- Destatis: Durchschnittliche Bruttoverdienste und Arbeitszeiten, Ergebnisse für April 2025, Stand 09.01.2026
- Destatis: Bruttostundenverdienste nach Dezilen, Stand 05.12.2025
- Destatis: Anteil der Jobs mit Niedriglohn im April 2025 unverändert bei 16 %, Pressemitteilung Nr. 434 vom 05.12.2025
- Destatis: Mittlerer Bruttojahresverdienst lag 2025 bei 54 066 Euro, Pressemitteilung Nr. 113 vom 01.04.2026
- Destatis: Verdienste nach Branchen und Berufen und Gehaltsvergleich
- Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung (MiLoV5), § 1, BGBl. 2025 I Nr. 268
- Mindestlohngesetz, § 22 (persönlicher Anwendungsbereich)
- Minijob-Zentrale: Minijob 2027: Verdienstgrenze und Mindestlohn steigen, 07.10.2026
- Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB): Mindestausbildungsvergütung steigt 2027 auf 764 Euro, Pressemitteilung 31/2026 vom 07.10.2026
- Monatswerte: eigene Rechnung JOBS.DE (Stundenlohn x Wochenstunden x 52 / 12)



