W3-Professur für "Ökonomik internationaler Agrar- und Nahrungsmittelketten und des Handels"
Das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) und die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Naturwissenschaftliche Fakultät III, Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften, schreiben die gemeinsam berufene W3-Professur für „Ökonomik internationaler Agrar- und Nahrungsmittelketten und des Handels“ aus.
Die Position ist verbunden mit der Leitung der Abteilung Agrarmärkte und der Mitgliedschaft im Direktorium des IAMO. Zugleich trägt sie zu den Profilbereichen „Nachhaltigkeit“ und „Transformation“ der Universität bei. Die Besetzung soll zum 1. April 2028 erfolgen.
Aufgaben & Forschungsschwerpunkte
Gesucht wird eine Wissenschaftlerin bzw. ein Wissenschaftler mit herausragenden Forschungsleistungen zur Transformation von Agrar- und Ernährungssystemen in den ehemals zentral geplanten Volkswirtschaften aus agrarökonomischer, entwicklungsökonomischer oder anderer angewandt-ökonomischer Perspektive.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Wechselwirkungen zwischen Transformationsökonomien und globalen Märkten, um die Komplexität von Agrar- und Lebensmittelketten sowie des Handels im Kontext wirtschaftlicher, geopolitischer und technologischer Transformationen besser zu verstehen.
Qualifikationen
Bewerberinnen und Bewerber sollten ausgewiesene theoretische und methodische Expertise in mindestens einem der folgenden Bereiche nachweisen:
- Markt- und Wertschöpfungskettenstrukturen sowie Preisbildung
- Internationaler Handel und Geopolitik
- Lebensmittelsicherheit und Ernährungssicherung
- Konsumentenökonomik
Erfahrungen in mehreren dieser Bereiche und/oder in den Zielregionen des IAMO werden präferiert.
Darüber hinaus müssen Bewerberinnen und Bewerber über fundierte Kenntnisse moderner quantitativer Methoden verfügen (z. B. Ökonometrie, strukturelle ökonomische Modellierung einschließlich partieller und allgemeiner Gleichgewichtsmodelle, Data Science oder Choice Experiments), belegt durch Publikationen in führenden internationalen Fachzeitschriften.
Erwünscht sind:
- Erfahrung in transdisziplinärer Forschung und darin, Brücken zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und gesellschaftlichen Akteuren zu schlagen
- ausgeprägtes Engagement in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
- Erfahrungen in der Leitung von Forschungsgruppen, der Entwicklung von Forschungsprogrammen und der Einwerbung von Drittmitteln auf nationaler sowie internationaler Ebene
- Kenntnisse der Sprachen und Kulturen der Untersuchungsregionen
Rahmenbedingungen
Wir bieten ein anregendes, regional spezialisiertes Forschungsumfeld mit einem starken Netzwerk, das alle Länder in den Untersuchungsregionen des IAMO umfasst. Die Professur eröffnet hervorragende Möglichkeiten zur interdisziplinären Zusammenarbeit innerhalb der Universität, insbesondere in den Bereichen Agrar- und Ernährungswissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften, ebenso wie mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen.
Das IAMO bietet günstige administrative Rahmenbedingungen für die Einwerbung und Durchführung von Projekten sowie für die Weiterentwicklung von Führungskompetenzen – sowohl innerhalb des Instituts als auch im weiteren Verbund der Leibniz-Gemeinschaft.
Voraussetzungen
Bewerberinnen und Bewerber müssen die Berufungsvoraussetzungen gemäß § 35 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt erfüllen. Besonderer Wert wird auf eine Habilitation im einschlägigen Fachgebiet oder gleichwertige wissenschaftliche Leistungen und Anerkennung gelegt.
Erwartet werden außerdem einschlägige Lehrerfahrungen oder entsprechende Qualifikationen.
Lehrverpflichtung
Mit der Professur ist eine Lehrverpflichtung von zwei Semesterwochenstunden an der Naturwissenschaftlichen Fakultät III verbunden, insbesondere im Masterstudiengang Agrarwissenschaften und in verwandten Studiengängen.
Die Bereitschaft und Fähigkeit, Lehrveranstaltungen in englischer Sprache durchzuführen, wird vorausgesetzt.
Darüber hinaus werden eine kooperative, teamorientierte Arbeitsweise und ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten erwartet.
Weitere Aufgaben und Pflichten ergeben sich aus § 34 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt.
Diversität & Inklusion
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und das IAMO bekennen sich zu Vielfalt und zu einem inklusiven Umfeld, in dem sich Beschäftigte und Studierende wertgeschätzt fühlen und ihr Potenzial entfalten können.
Insbesondere streben wir eine Erhöhung des Anteils von Frauen im wissenschaftlichen Bereich an und fordern deshalb qualifizierte Wissenschaftlerinnen ausdrücklich zur Bewerbung auf.
Beide Einrichtungen sind als familienfreundlich zertifiziert und unterstützen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen sind ausdrücklich erwünscht und werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Diese Ausschreibung steht unter dem Vorbehalt möglicher haushaltsrechtlicher Einschränkungen.
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