W2-Professur für Kulturerbe mit Schwerpunkt auf deutschem Kolonialismus mit Tenure Track nach W3
Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ist eine internationale Forschungsuniversität mit einem breiten Fächerspektrum. 200 Jahre Geschichte, rund 31.500 Studierende, mehr als 6.000 Beschäftigte und ein exzellenter Ruf im In- und Ausland: Die Universität Bonn zählt zu den bedeutendsten Universitäten Deutschlands und wurde als Exzellenzuniversität ausgezeichnet.
In der Philosophischen Fakultät ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine W2-Professur für Kulturerbe mit Schwerpunkt auf deutschem Kolonialismus mit Tenure Track nach W3 zu besetzen. Die Position ist am Exzellenzcluster Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS) angesiedelt.
Aufgaben
Das BCDSS untersucht Abhängigkeitsstrukturen in all ihren Facetten und strebt an, historisch informierte Abhängigkeitsstudien als ein zentrales interdisziplinäres Forschungsfeld in den Geistes- und Sozialwissenschaften zu verankern.
Im Rahmen der Professur wird die Persönlichkeit u. a. englischsprachige Lehrveranstaltungen im Masterstudiengang „Dependency and Slavery Studies“ sowie an einem im Aufbau befindlichen englischsprachigen Studiengang im Bereich „Critical Museum and Global Heritage Studies“ am Global Heritage Lab unterrichten.
Qualifikationen
Gesucht wird eine ausgewiesene Forscherpersönlichkeit in den Bereichen Kulturerbe, Erinnerungskulturen, Museumsstudien, materielle Kulturen, kulturelle oder künstlerische Praktiken. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt soll im Bereich des deutschen Kolonialismus in globaler Perspektive liegen.
DerDie zukünftige Stelleninhaberin sollte über
- interdisziplinäre und internationale Forschungs- und Lehrerfahrung in den oben genannten Bereichen
- Erfahrung in der Einwerbung von Drittmitteln
- Erfahrung in praktischer Kulturerbe- oder Museumsarbeit
verfügen.
Erwartet wird zudem die Bereitschaft, sich innerhalb von fünf Jahren Deutschkenntnisse auf C-1-Niveau anzueignen.
Erwünscht sind
- die Beteiligung an Forschungsinitiativen des BCDSS, der Philosophischen Fakultät und der TRAs der Universität Bonn
- die Bereitschaft zur Mitwirkung in den Gremien der akademischen Selbstverwaltung.
Voraussetzungen
- eine fachlich einschlägige Promotion
- die Habilitation oder habilitationsäquivalente Leistungen
Dem interdisziplinären Profil des Forschungsschwerpunkts entsprechend sind Bewerbungen aus Museums- und Kulturerbestudien, Sozial- und Kulturanthropologie, Kultur-, Literatur-, Theater-, Musik- und Medienwissenschaften, Geschichte, Kunstgeschichte oder verwandten Fächern willkommen.
Die Einstellungsvoraussetzungen richten sich nach § 36 Hochschulgesetz NRW.
Diversität
Die Universität Bonn fördert eine offene, wertschätzende und diskriminierungsfreie Hochschulkultur und setzt sich aktiv für Chancengerechtigkeit sowie Familienfreundlichkeit ein. Wir streben an, strukturelle Benachteiligungen abzubauen und die Vielfalt in Forschung, Lehre und Verwaltung zu stärken. Daher begrüßen wir alle Bewerbungen, unabhängig von ethnischer oder sozialer Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung, Religion oder Weltanschauung, Behinderung sowie Alter.
Bewerbungen von Frauen sowie Menschen mit Schwerbehinderung und ihnen gleichgestellten Personen werden im Rahmen des Landesgleichstellungsgesetzes (LGG) NRW und des Sozialgesetzbuchs (SGB) IX bevorzugt berücksichtigt.
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