Stellvertretender Institutsleiter (m/w/d)
Das Friedrich-Loeffler-Institut gehört zu den weltweit führenden Forschungsinstituten auf dem Gebiet der Tierseuchen, des Tierschutzes, der Tierhaltung, der Tierernährung und der Nutztiergenetik. Es gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat und unterrichtet und berät die Bundesregierung auf diesen Gebieten.
Das Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger (INNT) am Hauptsitz Greifswald - Insel Riems möchte zum nächstmöglichen Zeitpunkt den Dienstposten einer/eines stellvertretenden Institutsleiterin / stellvertretenden Institutsleiters (m/w/d) (Direktorin und Professorin/Direktor und Professor, Besoldungsgruppe B1 der Bundesbesoldungsordnung bei Vorliegen der laufbahnrechtlichen und sonstigen Voraussetzungen oder Tarifbeschäftigte / Tarifbeschäftigter mit außertariflichem Entgelt in Höhe der Dienstbezüge nach Besoldungsgruppe B1 BBesO) in Vollzeit besetzen.
Aufgaben:
Das FLI verfügt über modernste Laboratorien und experimentelle Tierhaltungen in den biologischen Schutzstufen (BSL) 2 - 4. Unsere besondere Infrastruktur ermöglicht die Forschung an und mit Tiermodellen, einschließlich landwirtschaftlicher Nutztiere in allen genannten Schutzstufen inklusive BSL4.
Das Institut für Neue und Neuartige Tierseuchenerreger (INNT) ist ein forschungsstarkes Team mit Schwerpunkten in den Themenfeldern „BSL4-Erreger aus Nutztierreservoiren“ und „Arbovirusinfektionen bei Vertebraten“, und betreibt grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung auf diesen Gebieten. Die Aktivität des Instituts ist vorrangig in den Sicherheitsbereichen BSL3 und BSL4 angesiedelt und schafft die Basis für die Diagnostik und Politikberatung im Rahmen der im INNT angesiedelten Referenzlabore (u.a. Krim-Kongo-Hämorrhagisches-Fieber-Virus, Ebolavirus, Henipaviren, West-Nil-Virus).
In Zukunft sollen die genannten Themenfelder, insbesondere im Bereich der BSL4-Erreger in Bezug auf Wirts-Pathogen-Interaktion, Pathogenese in Reservoir- und Endwirten sowie Entwicklung von Interventionsstrategien weiterentwickelt und verstärkt in institutsübergreifende Formate eingebracht werden. Das INNT ist bereits jetzt eng eingebunden in vielfältige nationale und internationale Kooperationen und Projekte zur präpandemischen Vorbereitung gegen hochpathogene Zoonoseerreger; dies soll fortgeführt und noch weiter ausgebaut werden.
Anforderungen:
- Hochqualifizierte Wissenschaftlerin / hochqualifizierter Wissenschaftler, insbesondere im Bereich der Veterinärmedizin, Medizin, Biowissenschaften oder verwandter Wissenschaften
- Langjährige Erfahrung in der Erforschung und Projektarbeit auf dem Gebiet hochpathogener zoonotischer Erreger der Schutzstufe BSL4, nachgewiesen durch relevante Publikationen
- Langjährige Erfahrungen in der Leitung einer eigenen Arbeitsgruppe oder Abteilung
- Sehr gute Kommunikationseigenschaften sowie Fähigkeiten in der teamorientierten Führung von Mitarbeiter/-innen
- Einschlägige Erfahrungen in der Einwerbung von Drittmitteln
- Sehr gute englische und gute deutsche Sprachkenntnisse oder die Bereitschaft, diese zu erwerben
- Eine Habilitation oder durch gleichwertige wissenschaftliche Leistungen nachweisbare Qualifikation ist erwünscht
- Idealerweise fundierte Erfahrung bei der Mitarbeit in nationalen und internationalen Fachgremien
- Von Vorteil sind Erfahrungen in der Arbeit mit relevanten Tiermodellen unter BSL4-Bedingungen; andernfalls wird die Bereitschaft, sich diese anzueignen, vorausgesetzt
Die Tätigkeit beinhaltet den Einsatz im Sicherheitsbereich, was eine Sicherheitsüberprüfung gem. Sicherheitsüberprüfungsgesetz (SÜG) und besondere Schutzvorkehrungen vor Gesundheitsgefahren erfordert. Die persönliche und gesundheitliche Eignung ist daher Voraussetzung für die Stellenbesetzung.
Arbeitsumfeld:
Das Institut engagiert sich für ein familienfreundliches Arbeitsumfeld durch flexible Arbeitszeiten sowie die grundsätzliche Möglichkeit zur Teilzeitbeschäftigung. Zu den Sozialleistungen gehören ein betriebliches Gesundheits- und Wiedereingliederungsmanagement, eine betriebliche Sozialberatung sowie vermögenswirksame Leistungen.
Das FLI hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil von Frauen in Leitungspositionen zu erhöhen und fordert Frauen ausdrücklich auf, sich zu bewerben. Es wird ein diverses und weltoffenes Miteinander gelebt. Das Friedrich-Loeffler-Institut verpflichtet sich zur Inklusion. Bewerbungen von Menschen mit Schwerbehinderungen sind ausdrücklich erwünscht und werden im Auswahlverfahren bevorzugt berücksichtigt. Entsprechend der internationalen Ausrichtung werden Bewerbungen von Menschen aller Nationalitäten und Ethnien begrüßt.
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