KI-generiert26.08.2026 ● Anja Klute
Was möchte ich von meinem Job? So findest du deine eigenen Kriterien
Das Wichtigste auf einen Blick
- Ein Job macht mehr Spaß, wenn die Passung stimmt. Und Passung ist nichts Allgemeines, sondern deine persönliche Mischung aus Geld, Arbeitszeit, Sinn, Freude und Wertschätzung.
- Deine Ausgangslage beeinflusst die Entscheidung stärker, als dir lieb ist. Wer schnell etwas braucht, nimmt das erstbeste Angebot. Wer unzufrieden ist, sieht das Gras woanders grüner.
- Deshalb lohnt es sich, die Kriterien einmal aufzuschreiben, bevor die brennenden Punkte alle anderen überstrahlen.
- Der entscheidende Schritt ist die Trennung: Was ist ein Muss, was ein Kann?
- Deine Liste hilft dir doppelt. Im Gespräch weißt du, was du fragen musst. Und du erinnerst dich daran, dass auch du etwas zu bieten hast.
Warum deine Ausgangslage mitentscheidet
Ein Job und eine Beziehung machen beide mehr Spaß, wenn die Passung stimmt. Doch was muss der neue Job bieten, damit er auch der richtige für einen ist? In welcher Ausgangslage befindest du dich? Willst du deinen Job wechseln? Wenn ja, aus welchen Gründen? Bist du arbeitssuchend? Wenn ja, wie lange schon und wie geht es dir damit?
Was ein neuer Job idealerweise bieten soll, ist erstmal von unseren persönlichen Belangen, Bedürfnissen und Vorlieben abhängig. Was hätte ich gerne: Homeoffice, Teilzeit, Arbeiten im Team, Dienstreisen, sicheres Gehalt, hohes Gehalt?
Die Ausgangslage entscheidet dann auch mit darüber, welche Punkte besonders schwer wiegen bei einer Entscheidung für einen neuen Arbeitgeber. Will man beispielsweise schnell wieder in Lohn und Brot kommen, kann es sein, dass man das erstbeste Angebot annimmt. Doch passt das dann auch noch nach Monaten? Will ich aus Unzufriedenheit meine aktuelle Stelle wechseln, kann es sein, dass das Gras schnell woanders grüner wirkt.
Damit die „brennenden“ Punkte nicht den Rest der anderen Kriterien überstrahlen, ergibt es Sinn, einmal genauer hinzuschauen.
Schritt 1: Was soll dein neuer Job dir bieten?
Was soll dein neuer Job dir bieten und erfüllen? Welche Punkte sind dir wichtig? Hier ein paar Anregungen für deine Analyse:
- Interessen und Stärken: Passen die Aufgaben zu dem, was du gerne und gut kannst?
- Werte und Haltung: Passen deine eigene Arbeitsweise und deine Werte zur Kultur des Unternehmens?
- Arbeitsumfeld: Was ist dir wichtig in Bezug auf das Team (Altersstruktur, Größe, Kultur), die Führung und die Kommunikation?
- Entwicklungsmöglichkeiten: Gibt es regelmäßige Fortbildungen, Projektarbeiten? Wie passt das zu deinen Vorstellungen?
- Arbeitsbedingungen: Passen Gehalt, Arbeitszeit, Flexibilität und der Ort zu deiner Lebenssituation?
- Sinn und Motivation: Wie wichtig ist dir, Sinn in der Arbeit zu finden? Gibt dir der neue Job diesen? Was motiviert dich an dieser Stelle?
- Was bedeutet die Arbeit für dich?
Schritt 2: Muss oder Kann?
Welche Punkte sind dir besonders wichtig? Was sind Muss- und was Kann-Kriterien?
Der Unterschied in einem Satz Ein Muss-Kriterium ist ein Punkt, bei dem du eine Stelle ablehnen würdest, auch wenn alles andere passt. Ein Kann-Kriterium macht den Job besser, entscheidet aber nicht über Zusage oder Absage. |
Die Erfahrung aus Bewerbungsgesprächen zeigt: Wer mehr als drei oder vier Muss-Kriterien nennt, hat meist noch nicht sortiert. Das ist kein Fehler, sondern der Anfang der Arbeit.
Deine Priorisierungsmatrix
Nimm die Kriterien aus Schritt 1, gewichte sie und markiere, was für dich ein Muss ist. Am Ende steht eine sortierte Liste, die du ausdrucken oder ins Gespräch mitnehmen kannst.
[Hinweis an die Redaktion: Hier die Datei priorisierungsmatrix.html einbetten (iFrame oder direkte Einbindung). Sie funktioniert ohne externe Skripte und speichert keine Daten.]
Schritt 3: So nutzt du deine Kriterien bei der Stellensuche
Deine Liste kannst du nutzen, um gezielt die Punkte zu erfragen. Daneben kann die Liste auch dir und deinem Selbstwert als Bewerber nutzen, denn das bist du, und wer dich will, kann davon etwas bieten.
Praktisch heißt das dreierlei. Beim Lesen der Stellenanzeige gleichst du deine Muss-Kriterien ab, bevor du Zeit in eine Bewerbung steckst. Im Gespräch stellst du zu jedem Muss-Kriterium eine konkrete Frage, nicht die allgemeine nach der Unternehmenskultur. Und nach dem Gespräch gehst du die Liste noch einmal durch, solange der Eindruck frisch ist.
Häufige Fragen zur Jobwahl
Wie finde ich heraus, welcher Job zu mir passt?
Nicht über einen Test, sondern über deine eigenen Kriterien. Die sechs Bereiche aus Schritt 1 sind der Einstieg: Interessen und Stärken, Werte und Haltung, Arbeitsumfeld, Entwicklungsmöglichkeiten, Arbeitsbedingungen sowie Sinn und Motivation.
Was sind Muss-Kriterien?
Punkte, bei denen du eine Stelle ablehnen würdest, auch wenn alles andere passt. Alles andere sind Kann-Kriterien. Die Trennung ist der eigentliche Schritt, nicht das Sammeln.
Wie viele Muss-Kriterien sind sinnvoll?
So wenige, dass du sie im Gespräch alle abfragen kannst. Wer eine lange Liste an Muss-Kriterien hat, verwechselt sie meist mit Wünschen.
Was mache ich, wenn ich schnell einen Job brauche?
Dann wiegt die Ausgangslage schwer, und das erstbeste Angebot wirkt richtig. Die Frage ist trotzdem erlaubt: Passt das auch noch in einigen Monaten? Wer seine Kriterien kennt, kann bewusst Kompromisse eingehen, statt sie später zu bemerken.
Sind gute Gründe für einen Jobwechsel wichtig?
Für dich selbst mehr als für andere. Wer nur aus Unzufriedenheit wechselt, findet das Gras woanders schnell grüner und steht in zwei Jahren wohlmöglich wieder am selben Punkt.
JOBS.DE zum Thema
Wenn deine Kriterien stehen, wird die Stellensuche konkreter. Du filterst schneller und erkennst früher, welche Anzeige zu dir passt. Passende Stellen findest du auf JOBS.DE.

Über die Autorin
Anja Klute
Anja Klute ist Diplom-Psychologin und begeistert von Entwicklung. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet sie als Coach und Trainerin, unter anderem im Bereich Persönlichkeitsentwicklung. Seit 2021 ist sie Mitgründerin der AF1 GmbH, die nur ein Thema kennt: den lebenswerten Ruhestand im 21. Jahrhundert.
Foto: ageforce1.com


