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03.02.2026 Jobs.de

Warum Ihnen im Büro immer zu kalt ist (oder zu warm)

Jeder Mensch hat ein individuelles Kälte- und Wärmeempfinden auch im Büro. Warum das so ist und was Sie für Ihr Wohlbefinden tun können, erfahren Sie hier. Während Sie wieder einmal nach Ihrem liebsten Wollpulli greifen und die Firmenleitung dafür verfluchen, dass sie zusätzliche Heizgeräte verbietet, scheint die Antwort eindeutig bis Sie sich umschauen. Sie klappern unkontrollierbar mit den Zähnen, doch die Kollegin neben Ihnen fühlt sich offensichtlich wohl und tippt munter kurzärmelig vor sich hin. Eine einheitliche Wohlfühltemperatur gibt es nicht, da jeder Mensch ein individuelles Kälte- und Wärmeempfinden hat. Laut § 6 der Arbeitsstättenverordnung sollte die Lufttemperatur in Arbeitsräumen bei überwiegend sitzender Tätigkeit jedoch um die 20 Grad Celsius betragen und 26 Grad Celsius nicht überschreiten. Doch auch in optimal temperierten Büroräumen sind laut Studien einige Angestellte immer noch unglücklich. Damit stehen Arbeitnehmer vor folgendem Rätsel: Wie kommt es, dass in einem Büro Menschen nebeneinander sitzen, von denen einigen zu warm und anderen zu kalt ist?

Was die Wissenschaft zur Temperaturwahrnehmung sagt

„Das Wärmeregulationszentrum des menschlichen Gehirns sitzt im Hypothalamus, tief im Gehirn, wo unbewusste Körperfunktionen gesteuert werden und Regulationsmechanismen ablaufen“, erklärt Gesundheitsexpertin Dr. Georgianna Donadio aus Boston. „Die Schilddrüse steuert den Stoffwechsel des Körpers. Wenn es beispielsweise draußen kalt ist, wird die Temperaturveränderung von der Haut registriert, und Hypothalamus und Schilddrüse werden angeregt, die Stoffwechselrate zu steigern und mehr Wärme zu erzeugen.“ Doch nicht bei allen Menschen laufe die Regulation der Körpertemperatur gleich ab, meint Donadio. Laut Donadio gibt es eine Reihe von Faktoren, die dazu führen, dass einer Person, die ansonsten gesund ist, stets wärmer oder kälter ist als anderen Menschen in ihrem Umfeld. Die Gründe für Kälteempfinden sind sehr individuell. Die Gesundheitsexpertin erklärt sie hier:

Gewicht

Je mehr Körperfett Sie haben, umso besser ist Ihr Körper isoliert. Ihnen wird also normalerweise nicht so schnell kalt.

Fitness

Mehr Muskelmasse und eine höhere Muskeldichte verhelfen dem Körper zu einer effizienteren Wärmeregulation. Wenn Sie Ihre Wärmeregulation verbessern möchten, gibt es nur eins: Treiben Sie Sport! Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass das die wichtigste Maßnahme ist, die jeder für sich ergreifen kann.

Ernährung

Menschen, die mit der Nahrung nicht ausreichend Vitamine, Mineralstoffe, Proteine und andere für einen gesunden Stoffwechsel notwendige Nährstoffe aufnehmen, fühlen sich oft müde und frieren schnell, weil ihrem Stoffwechsel die nötigen Nährstoffe fehlen, um richtig zu funktionieren.

Geschlecht

Frauen leiden häufiger an einer Schilddrüsenunterfunktion als Männer. Das führt dazu, dass den Patienten kalt ist. Auch aufgrund ihres Menstruationszyklus und der Wechseljahre leiden Frauen häufiger unter Schwankungen der Körpertemperatur. Außerdem haben Frauen normalerweise weniger dichte Muskeln als Männer, was ebenfalls zu einer Verringerung der durchschnittlichen Körpertemperatur führt.

Alter

Unser Hormonsystem verändert sich mit dem Alter. Werden weniger Hormone produziert als in früheren Jahren, kann es zu verstärktem Kälteempfinden kommen, während plötzliche Hormonschwankungen in den Wechseljahren zu Hitzewallungen führen können.

Stress

Sind Sie im Büro angespannt oder nervös, kann das Ihre Durchblutung verschlechtern – Ihnen wird kalt.

Sich am Arbeitsplatz wohl fühlen

Wenn Sie den Eindruck haben, in Ihrem Büro sei es unerträglich heiß oder kalt, müssen Sie deshalb nicht gleich einen Arzt aufsuchen. Versuchen Sie stattdessen zunächst, über die möglichen Ursachen nachzudenken. Wenn wir auf unseren Körper und auf unsere Intuition hören, können wir manchmal herausfinden, weshalb uns kalt ist oder warum wir nicht in der Lage sind, uns auf veränderte Umweltbedingungen einzustellen. „Manche Menschen müssen sich wohl damit abfinden, dass sie ihr Leben lang mehrere Schichten übereinander tragen müssen“, meint Gesundheitsexpertin Donadio. „Sollten sie jedoch mit einem Mal vier weitere Schichten anziehen müssen, könnte es an der Zeit sein, einen Arzt aufzusuchen.“

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