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Stipendien am Promotionskolleg "Gerechte Arbeit und demokratische Wirtschaft. Grundlagen der Tarifautonomie" (PK 050)

Hans-Böckler-Stiftung
location40476 Düsseldorf-Stadtbezirk 1, Deutschland
VeröffentlichtVeröffentlicht: Heute
Vollzeit

Ausschreibung von Stipendien
(Bewerbungsfrist: 02. Mai 2026)
am Promotionskolleg

»Gerechte Arbeit und demokratische Wirtschaft. Grundlagen der Tarifautonomie« (PK 050)

Aus Mitteln der Hans-Böckler-Stiftung werden zum frühesten Beginn im November 2026 bis zu 9 Promotionsstipendien für das Promotionskolleg «Gerechte Arbeit und demokratische Wirtschaft. Grundlagen der Tarifautonomie» (PK 050) an der Freien Universität Berlin vergeben.

Im Anschluss an die historischen Vordenker des Tarifvertragswesens Philipp Lotmar und Hugo Sinzheimer wurde im Vorläuferkolleg »Gerechtigkeit durch Tarifvertrag« eine Alternative erarbeitet zum heute weit verbreiteten Verständnis der Tarifautonomie als »kollektiv ausgeübter Privatautonomie«. Der Alternative zufolge bezeichnet Tarifautonomie eine im Streikrecht wurzelnde originäre Autonomie tariffähiger Koalitionen. Die ist weder staatlich verliehen, noch handelt es sich um eine Bündelung privater Autonomien. Vielmehr repräsentiert die Tarifautonomie eine besondere tarifpolitische Autonomie, die sich gem. Art. 9 Abs. 3 GG im Feld von Arbeit- und Wirtschaftsbedingungen entfaltet. Es geht um eine Autonomie zur Mitgestaltung der modernen (durch Arbeitsvertrag begründeten) Arbeitsbeziehungen und zur Mitbestimmung der modernen (durch Privateigentum an Produktionsmitteln strukturierten) Wirtschaft. Im Folge-Kolleg «Gerechte Arbeit und demokratische Wirtschaft» sollen einerseits die zivil-, arbeits- und verfassungsrechtlichen Stränge dieser Konzeption weiter ausgearbeitet, Implikationen für das Streikrecht, für die Betriebsverfassung und für das Völker- und Unionsrecht ausgelotet und nach Möglichkeit auch der gesellschaftstheoretische Strang weiterentwickelt werden.

Ablauf des Bewerbungs- und Auswahlprozesses:
Bewerbungsschluss für die Stipendien ist der 02.05.2026.
Aussichtsreiche Bewerber*innen werden von der wissenschaftlichen Leitung des Promotionskollegs dabei begleitet, ggf. eine Überarbeitung und Anpassung des Exposés an die Thematik und die Anforderungen des Kollegs vorzunehmen. Nehmen Sie zur Absprache Ihrer Projekte im Vorfeld Kontakt mit Prof. Dr. Florian Rödl (sekretariat-roedl@rewiss.fu-berlin.de), Daniel Ulber (lsulber@uni-trier.de) oder Johanna Wolff (ls-wolff@uni-osnabrueck.de) auf. Das Exposé wird anschließend wissenschaftlich begutachtet.

Die Stipendien starten zwischen November 2026 und Februar 2027 und werden für drei Jahre vergeben. Diese Regelförderdauer kann in begründeten Fällen verlängert werden. Promovierende erhalten ein Stipendium von 1.750 Euro (1.650 EUR Grundstipendium und 100 EUR Forschungskostenpauschale). Zusätzlich können bis zu 100 EUR Krankenkassenzuschuss und ggf. Familienzulagen gezahlt werden. Über die Promotionsstipendien wird nach den Richtlinien des BMFTR und den Auswahlkriterien der HBS entschieden.

Bewerber*innen müssen neben einem überdurchschnittlichen Studienabschluss gesellschaftspolitisches oder gewerkschaftliches Engagement nachweisen. Promotionsprojekte können auf Deutsch und Englisch durchgeführt werden.

Bewerben Sie sich bitte mit den erforderlichen Unterlagen und mit einem Exposé (max. 10 Seiten), in dem das geplante Vorhaben skizziert und in das Forschungsprogramm des Promotionskollegs eingeordnet wird. Hinweise zur Erstellung des Exposés finden sie hier.

Ein wissenschaftliches Gutachten ist zu diesem Zeitpunkt nicht notwendig.

Die Bewerbung senden Sie bitte ausschließlich über das Online-Bewerbungsportal der Hans-Böckler-Stiftung. Die Vergabe des Stipendiums wird im Oktober 2026 bekannt gegeben.

Fragen zum Bewerbungsverfahren richten Sie bitte an bewerbung@boeckler.de