467 Jobs als Wirtschaftsinformatiker

Wirtschaftsinformatiker Jobs

Wirtschaftsinformatiker entwerfen und implementieren betriebliche Anwendungs- und Kommunikationssysteme, passen sie an Organisationskonzepte an und entwickeln neue Verfahren zu ihrer Entwicklung. Hierzu führen sie theoretische und angewandte Forschung auf dem Gebiet der Informationstechnologie durch. Des Weiteren sind sie im Vertrieb von Hard- und Software, bei der Produktplanung und der Anwenderunterstützung inklusive der nötigen Schulungen tätig. In IT-Abteilungen und Beratungsfirmen übernehmen sie oft Führungsaufgaben.

 

Innerhalb des Bologna-Prozesses erwerben seit dem Jahr 2010 Wirtschaftsinformatiker Bachelor- und Masterabschlüsse, wobei sich einige Fachhochschulen und Universitäten noch in der Übergangsphase befinden. Vorwiegend wird die universitäre Ausbildung als B.Sc./M.Sc. (Bachelor of Science/Master of Science) abgeschlossen, teilweise auch als B.A./M.A. (Bachelor of Arts/Master of Arts), jeweils in der Fachrichtung Wirtschaftsinformatik. Auch innerhalb eines BWL- oder Informatik-Studiums kann Wirtschaftsinformatik als Schwerpunktfach gewählt werden. Wirtschafts- und Berufsakademien bieten darüber hinaus einen nicht-universitären Abschluss als Wirtschaftsinformatiker an. Zu den Voraussetzungen zählen IT-Affinität ebenso wie ein starker Bezug zu Wirtschafts- und Management-Themen, gutes Abstraktionsvermögen und interdisziplinäres Denken. Wirtschaftsinformatiker arbeiten an der Schnittstelle zwischen Informatik und Betriebswirtschaftslehre, ihre Interessen müssen fachübergreifend gelagert sein. Studienanfänger sollten sich an formalen Techniken in beiden Disziplinen orientieren können. Sie müssen sowohl IT-Systeme als auch ökonomische Vorgänge formal verstehen, richtig einschätzen und in Zusammenhang bringen. Insbesondere die Wirtschaftsinformatik hatte nicht immer den gegenwärtigen Stellenwert, bei ihrer Etablierung im Wirtschaftsgeschehen in den 1980er Jahren im Zuge der massiven Einführung von IT entstanden durchaus nicht sofort die erhofften Gewinne. Daher messen Unternehmen dem Aufgabenbereich der Wirtschaftsinformatiker eine hohe Bedeutung zu. Sie müssen die ökonomischen Folgen von IT-Implementierungen vorab richtig einschätzen und gewinnbringende Lösungen anbieten. Teamfähigkeit und Fachenglisch sind unerlässlich, technische Lösungen müssen zudem gut verstanden, aber immer auch als Teil eines ganzheitlichen Unternehmensprozesses aufgefasst werden.

 

Man unterscheidet beim Einsatz die drei Gruppen der IT-Kernberufe, Mischberufe und Randberufe. In Kernberufen sind primär IT-Spezialisten und Systemanalytiker mit dem zusätzlichen Tätigkeitsfeld der ökonomischen Beurteilung von IT tätig. Neben ihrer Aufgabe der Hard- und Softwareinstallation erfassen sie deren Auswirkungen auf die Organisation. IT-Randberufe nutzen vorwiegend fertige Anwendungsprogramme zur Unterstützung ökonomischer Aufgaben. In den Mischberufen sind Hybrid-Fachleute tätig, die häufig die IT-Spezialisten und die Anwenderseite koordinieren und diese Koordination in einen ökonomischen Zusammenhang stellen. Dieses Berufsbild wird dem Wirtschaftsinformatiker klassisch zugeordnet.Bei den Gehältern finden sich Maximalangaben von 8.000 Euro in Hamburg und 6.400 Euro in Bayern, der Durchschnitt nach verfügbarer Datenlage liegt bei rund 3.300 Euro, wobei es deutliche Unterschiede zwischen den Regionen gibt.