13 Jobs als Medieninformatiker

Medieninformatiker Jobs

Medieninformatiker arbeiten an der Schnittstelle zwischen der Programmierung digitaler Medien und ihrer praktischen Anwendung. Die Technologien hinsichtlich der Mediennutzung besonders im und über das Internet sind einer rasanten Entwicklung unterworfen, sodass ein großer Bedarf an informationstechnischem Know-how in diesem Bereich besteht. Auch die Märkte wandeln sich entsprechend. Das Berufsbild des Medieninformatikers ist inzwischen fest etabliert, inklusive eigener Studiengänge an den Hochschulen.
Medieninformatiker benötigen umfangreiche Kenntnisse in der Serververwaltung von physischen und virtuellen Servern, Programmierkenntnisse und Fachenglisch, daneben die Fähigkeit, stark analytisch und abstrakt zu denken. Zusätzlich sollte ein starker Bezug zu Design, Ästhetik, Sprache, Dramaturgie und künstlerischer Gestaltung vorhanden sein. Für die Zusammenarbeit in Teams mit Filmproduzenten, Textern, Redakteuren und Marketingexperten ist eine hohe Kommunikations- und Teamfähigkeit entscheidend. Viele Hochschulen bieten im Jahr 2011 einen eigenen Studiengang für Medieninformatiker an, wobei die Grundlagenstudien Informatik, Medienwissenschaft, Digitale Medien oder Wirtschaftsinformatik belegt werden. Auch ein staatlicher Abschluss an Berufskollegs/Berufsfachschulen nach zweijähriger Ausbildung ist möglich. Der Studiengang Medieninformatik ist sehr stark interdisziplinär angelegt, Berührungspunkte ergeben sich zur angewandten Informatik und ihren Disziplinen Multimedia, Mediengestaltung, Medienökonomie, Medientheorie, Mediendidaktik oder Psychologie. Die Schwerpunkte werden an den Hochschulen unterschiedlich gewichtet, teilweise stehen Informatik-Grundlagen im Vordergrund, an anderen Hochschulen werden Medieninformatiker eher aus Sicht der Mediensysteme und ihrer gestalterischen Möglichkeiten ausgebildet, die Informatikgrundlagen dienen als Vertiefung und Ergänzung. Diese Sicht ergibt sich aus der Digitalisierung der Printmedien, die zur Zeit in vollem Gange ist. Hierfür werden verstärkt Medieninformatiker gebraucht, die all das, was bisher in gedruckter Form vorlag, digitalisieren und entsprechend vermarkten. Die Entwicklung setzte Mitte der 1990er Jahre ein, seither haben sich das Berufsbild des Medieninformatikers und die entsprechenden Studiengänge etabliert. Zur Ausbildung gehört auch die Vermittlung medienwissenschaftlicher Ansätze, da die Veränderung der Medien Auswirkungen auf die Gesellschaft hat, die unter anderem der philosophischen Diskussion bedürfen.
Der berufliche Einsatz ist zwischen Medien und IT angesiedelt, es werden Medienprodukte erstellt, die am stärksten im Wirtschaftsbereich der Film- und Verlagsproduktion benötigt werden. Allerdings kreiert auch die Industrie Medienprodukte, aber nicht in so starkem Maße. Vielfach werden solche Produktionen ausgelagert, viele der beauftragten Dienstleister beschäftigen daher Medieninformatiker. Diese programmieren häufig Multimedia-Konzepte, verwalten aber auch PC-Netzwerke und multimediale Datenbanken. An Gehaltsangaben finden sich als Maximalgehälter 6.000 Euro für Berlin und 5.200 Euro in Baden-Württemberg, Durchschnittsgehälter liegen zwischen 2.350 Euro im Saarland und Schleswig-Holstein bis 3.500 Euro in Baden-Württemberg und 4.500 Euro in Thüringen.