72 Jobs als Informatikkaufmann

Informatikkaufmann Jobs

Die Ausbildung zum Informatikkaufmann gehört zu den Ausbildungsgängen im Bereich der IT-Branche, die 1997 als Ausbildungsberufe anerkannt wurden. Die Lehre zum Informatikkaufmann oder zur Informatikkauffrau dauert im Normalfall drei Jahre, je nach schulischer Vorbildung ist mit Zustimmung des Betriebs und der zuständigen IHK die Verkürzung der Ausbildungsdauer um ein halbes Jahr möglich. Schulische Voraussetzungen für angehende Informatikkaufleute sind die Mittlere Reife mit guten Noten in Mathematik und Informatik. Die Mittlere Reife ist nicht formal vorgeschrieben, es stellen aber so gut wie keine Betriebe Auszubildende zum Beruf des Informatikkaufmanns mit Hauptschulabschluss ein. Die Inhalte der Ausbildung zum Informatikkaufmann und zur Informatikkauffrau sind neben allgemeinen Einführungen in kaufmännische Aufgaben wie Buchführung, Kalkulation und Kostenrechnung die speziellen mit der Informations- und Telekommunikationstechnologie verbundenen Kenntnisse. Zu diesen zählen die Planung und der Einsatz von IT-Systemen, die Beschaffung neuer IT-Systeme für den Betrieb unter Berücksichtigung fachlicher und wirtschaftlicher Anforderungen und die Administration von IT-Systemen einschließlich der Schulung von Mitarbeitern. Programmieraufgaben gehören ebenfalls zum Ausbildungsinhalt der angehenden Informatikkaufmänner und Informatikkauffrauen. Zwar gehört das Programmieren komplexer Programme nicht mehr zu den eigentlichen Aufgaben der Informatikkaufleute, dennoch müssen sie kleinere Anwendungstools programmieren und Standard-Software auf die konkreten betrieblichen Anforderungen anpassen können.

Der Informatikkaufmann arbeitet überwiegend in einem Informations- und Telekommunikationstechnologie nutzenden Unternehmen. Er betreut die gesamte kaufmännische Seite der Datenverarbeitung, zugleich wird er als Systemadministrator und in der Datenbankverwaltung eingesetzt. Ein großer Teil der Arbeit eines Informatikkaufmannes besteht in der Kommunikation mit Anbietern von Hardware und von Software. In kleineren Betrieben erfolgt beim Einsatz der Mitarbeiter oft keine exakte Differenzierung nach den unterschiedlichen IT-Ausbildungsberufen, so dass auch Informatikkaufleute häufig komplexere Programme als einfache Anwendungstools schreiben müssen. Ebenso sind die Absolventen eines beliebigen IT-Ausbildungsberufes in kleineren Unternehmen grundsätzlich Ansprechpartner für alle den Computer betreffenden Probleme.

Die Vergütung für Informatikkaufleute unterscheidet sich stark nach dem Arbeitgeber und der vorhandenen Zusatzqualifikation. Derzeit besteht eine große Nachfrage nach ausgebildeten Informatikkaufleuten, so dass diese auch als Einstiegsgehalt 2000 Euro monatlich erreichen können.
Informatikkaufleute können sich zum Meister und Ausbilder weiterbilden, des Weiteren bietet auf Grund des weiterhin bestehenden Lehrermangels in Berufsschulen eine absolvierte Berufsausbildung zum Informatikkaufmann gute Chancen auf einen Quereinstieg als Berufsschullehrer.