Jobs im Bereich Sales und Vertrieb

Karriere in Sales und Vertrieb

Vertrieb ist kein Zuckerschlecken
Man muss erst eine Weile Dreck fressen, bevor man eine Karriere im Vertrieb starten kann. So schonungslos formulierte es der Präsident des Bundesverbands Deutscher Verkaufs- und Vertriebskräfte Wolfgang Nitsche. Und danach ist der Job kein Zuckerschlecken. Vertriebler stehen unter dem permanenten Leistungsdruck, Produkte und Dienstleistungen meist nach hohen Umsatzvorgaben an den Mann zu bringen. Erfolgreiche Leistungsträger der unternehmenseigenen Sales-Force werden dafür vom Arbeitgeber reich belohnt.

Charisma ist wichtiger als gute Noten
Tatsächlich muss man für einen Vertriebsjob ein gewisses Talent mitbringen. In keinem anderen Unternehmensbereich legen Personaler bei Bewerbern so viel Wert auf Softskills und Persönlichkeit. Um bestehende Kunden bei Laune zu halten und neue zu gewinnen, braucht man Charisma, Menschenkenntnis, das Gespür für Stimmungen, Freude und Offenheit im Umgang mit Menschen und vor allem ein dickes Fell. Wer die Worte unzufriedener oder unfreundlicher Kunden persönlich nimmt, hat verloren. Stattdessen wird von Vertriebsprofis verlangt, auch nach 99 gescheiterten Telefonaten gut gelaunt das hundertste zu beginnen.

Chancen für Quereinsteiger
Dass für eine Sales-Karriere keine bestimmte akademische und nichtakademische Ausbildung vorausgesetzt wird, macht die Jobs – etwa im Vertriebsinnendienst, als Außendienstmitarbeiter, Sales Manager, Key-Account Manager oder Vertriebsleiter – vor allem für Quereinsteiger so interessant. Dennoch sind Allrounder mit fundiertem Fachwissen gefragt: Geisteswissenschaftler sind in diesem Beruf ebenso willkommen wie BWLer, Mediziner oder Soziologen. Inzwischen haben mehr als ein Fünftel aller Sales-Mitarbeiter in Deutschland einen Hochschulabschluss.

Erfolg macht sich bezahlt
Typisch für die Arbeit im Sales sind die Vertriebsprovisionen. Das Gehalt besteht also in der Regel aus einem fixen und einem variablen Teil. Das kann ein bestimmter Prozentsatz des Umsatzes oder eine feste Prämie pro Neukunde bzw. Geschäftsabschluss sein. Sales-Manager haben also ihren Monatsverdienst zu großen Teilen selbst in der Hand. Sind sie erfolgreich, werden sie mit deutlich höheren Gehältern belohnt – vor allem im Außendienst. Dafür nehmen sie Überstunden, viele Reisen und vom Unternehmen erzeugten Erfolgsdruck in Kauf. Denn häufig gibt es offen einsehbare Umsatzlisten, die High- und Low-Performer entlarven.

Chancen und Risiken und die passenden Jobs
Dass Vertriebsmitarbeiter und Vertriebsleiter aktuell zu den am schwersten zu besetzenden Stellen gehören, zeigt die Studie Fachkräftemangel 2016 der Manpowergroup. Die Beobachtung ist branchenübergreifend. Banken und Versicherungen suchen ebenso Vertriebsmitarbeiter wie die Automobilbranche und IT- oder Maschinenbau-Unternehmen. Sales ist ein Berufsfeld mit besten Perspektiven. Ein Interview des Vertriebsmanager mit Annina Fischer, Mitglied der Fachgruppe Aus- und Weiterbildung des BdVM, offenbart Chancen und Risiken. Wer auf die Chancen setzt, findet hier die passenden Stellenangebote.

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Gehaltsaussichten

Automobilindustrie
45.156 EUR jährlich
Telekommunikation
35.416 EUR jährlich
Pharma/Healthcare
48.696 EUR jährlich
Consulting
43.892 EUR jährlich
Chemie/Verfahrenstechnik
47.035 EUR
Versicherung
42.156 EUR
Maschinenbau
50.077 EUR jährlich
E-Technik
44.422 EUR jährlich
Konsumgüterindustrie
44.386 EUR jährlich
Stahlindustrie
41.000 EUR jährlich
Energiewirtschaft
45.010 EUR jährlich
Finanzdienstleistung
38.379 EUR jährlich
Anlagenbau
48.508 EUR jährlich
Umweltschutz/Entsorgung
44.505 EUR jährlich
Informationstechnik
40.925 EUR jährlich
Transport/Logistik/Verkehr
37.352 EUR jährlich
Handel
35.793 EUR jährlich
Bauindustrie
47.272 EUR jährlich
Medien
33.053 EUR jährlich
Tourismus
26.454 EUR jährlich
Marktforschung/Werbung
32.461 EUR jährlich
Banken
41.853 EUR jährlich

Ausbildung und Karrierechancen

Vertriebsabteilungen bieten ihren Mitarbeitern vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten. Dabei handelt es sich in der Regel um Maßnahmen zu Produktwissen, Verkaufsstrategien, Wissen über Konsumentengruppen und deren Ansprüche sowie Weiterbildungskurse zu neuen Vertriebssystemen. Alternativ kann man sich über eine Weiterbildung mit IHK Abschluss zum Vertriebsfachwirt, eigentlich Fachkaufmann für Vertrieb genannt, ausbilden lassen. Absolventen qualifizieren sich als Fachkräfte im Bereich Vertrieb und übernehmen dort Leitungsaufgaben.

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