Jobs im Bereich Architektur und Bauwesen

Karriere als Architekt oder im Bauwesen

Schinkel, Gropius und Frei
Deutschland hat nicht nur Dichter und Denker hervorgebracht, sondern auch einige weltweit bekannte Architekten. Der Bauhaus-Stil etwa geht zurück auf Walter Gropius. Das Dach des Münchner Olympia-Stadions stammt aus der Architektenfeder Otto Freis. Und Karl Friedrich Schinkel hat ganze Berliner Stadtzüge geprägt. Trotz der ruhmreichen Vergangenheit ist die Lage für Architekten in Deutschland heute angespannt. Über 3.000 arbeitslose Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner und nur 1.461 freie Stellen meldete die Bundesagentur für Arbeit im November 2016.

Nur mit Eintrag in die Architektenkammer
Dennoch hindert die Arbeitsmarktlage viele Schüler und Studenten nicht daran, am Traumberuf „Architekt“ festzuhalten. Laut der Deutschen Architektenkammer (DAK) sind derzeit rund 131.300 Berufstätige bei den insgesamt 16 Länderarchitektenkammern eingetragen. Die Eintragung in einer Architektenkammer ist Pflicht, um die begehrte Berufsbezeichnung überhaupt führen zu dürfen. Grundvoraussetzung für die Eintragung ist ein Architekturstudium mit einem erforderlichen Mindestmaß an Entwurfslehre. Studiengänge wie „Bauwirtschaft“ werden häufig nicht anerkannt.

Höchste Architektendichte in Hamburg
Der Architekt gehört zu den "freien Berufen". Trotzdem arbeitet über die Hälfte der Architekten und Stadtplaner laut einer Statistik der BAK in einem beamteten oder angestellten Verhältnis. Sie sind meist in Architekturbüros angestellt oder arbeiten im Öffentlichen Dienst. Die höchste Architektendichte hat übrigens Hamburg, gefolgt von Berlin. In Sachsen-Anhalt hingegen kommen 2.234 Einwohner auf einen Architekten.

Mathematik, künstlerische Begabung & Durchhaltevermögen
Wer die Architektenlaufbahn einschlägt, ist nicht nur künstlerisch sondern auch mathematisch gefordert, um zum Beispiel Statik- und Proportionsrechnungen zu kalkulieren. Künstlerische Begabung und ein guter Sinn für Gestaltung sind aber mindestens ebenso wichtig, dazu hohe Belastbarkeit und Durchhaltevermögen. Berufsstarter sollten viel Zeit in die Recherche nach den passenden Architekturbüros investieren, um dann maßgeschneiderte Bewerbungen mit einem aussagekräftigen Portfolio einzureichen.

Bauwesen bietet interessante Berufschancen
Aber allein mit Architekten baut man kein Haus. Das Baugewerbe in Deutschland floriert – allen voran der Wohnungsbau. Zudem bietet die Branche sehr abwechslungsreiche Tätigkeiten: Neben Berufen wie Maurer, Maler und Klempner werden im Bauwesen auch Bauzeichner, Dekorateure, Kranführer, Gerüstbauer, Parkettleger, Tiefbauer und viele weitere Spezialisten gebraucht, die nebenbei einen hervorragenden Ruf genießen. Für das Nationalteam des deutschen Baugewerbes haben unlängst ein Stuckateur, ein Fliesenleger und ein Maurer drei Medaillen bei den EuroSkills in Göteborg erreicht. Falls Sie selbst Medaillenhoffnungen hegen oder als Architekt durchstarten wollen, helfen Ihnen diese Jobangebote sicher weiter.




(Quellen: http://architekten-scout.com/architekt/architekt-was-man-wissen-muss
https://www.bak.de/architekten/wirtschaft-arbeitsmarkt/arbeitsmarkt/arbeitslosenstatistik/)

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Gehaltsaussichten

Architekt
42.600 EUR jährlich
Landschaftsarchitekt
34.600 EUR jährlich
Stadtplaner
39.200 EUR jährlich
Bauingenieur
52.700 EUR jährlich
Bauzeichner
29.900 EUR jährlich
Maler
28.400 EUR jährlich
Parkettleger / Fliesenleger
32.100 EUR jährlich
Klempner
29.300 EUR jährlich
Kranführer
29.300 EUR jährlich
Gerüstbauer
35.400 EUR jährlich
Tiefbauer
41.600 EUR jährlich
Stuckateur
33.000 EUR jährlich

Ausbildung und Karrierechancen

Als Architekt gibt es verschiedene Möglichkeiten der Weiterbildung. Die Architektenkammern der Länder bieten verschiedene Fortbildungen, wie zum Beispiel Stadtentwicklung, Denkmalpflege oder Energieeffizienz und vieles mehr an. Daneben gibt es private Weiterbildungseinrichtungen, wie zum Beispiel das Europäische Institut für postgraduale Bildung GmbH EIPOS oder das HAUS DER TECHNIK e. V., wo Architekten sich zu verschiedenen Fachplanern, Beratern oder Sachverständigen ausbilden lassen können. Eine Zusatzausbildung, die sich für jeden Architekten unabhängig von seiner Spezialisierung lohnt, ist die zur CAD-Fachkraft. Sie vermittelt das Handwerkszeug, um die eigenen planerischen Ideen selbst visualisieren zu können. Wer sich bei Büros bewirbt, kann mit dieser Qualifikation in jedem Fall punkten.

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